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  • Kleintierpraxis Dr. Robert Gruber
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Fachbeiträge
Die Babesiose - „Hundemalaria“ | Drucken |
Dienstag, 14. September 2010 um 16:34 Uhr

Die Babesiose ist eine Infektion der roten Blutkörperchen durch parasitäre Einzeller. Übertragen wird sie durch zwei Zeckenarten, die Auwaldzecke und die braune Hundezecke. Neuere Untersuchungen bestätigen auch das Vorkommen von Babesien im Holzbock, der am häufigsten vorkommenden Zeckenart in Mitteleuropa, was eine weitere Ausbreitung vermuten lässt. Noch vor wenigen Jahren war die Babesiose nur als Reisekrankheit aus südlichen Ländern bekannt, mittlerweile ist sie über weite Teile Mitteleuropas verbreitet.

Babesien setzen sich in den roten Blutkörperchen fest, zerstören diese, eine Blutarmut ist die Folge. Im Verlauf der Krankheit geht  die Anzahl der roten Blutkörperchen soweit zurück, dass der Sauerstofftransport nicht mehr funktioniert. Durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen wird der Blutfarbstoff Hämoglobin freigesetzt und über den Harn ausgeschieden, wodurch es zu einer dunkelroten bis bräunlichen Verfärbung des Harns kommt.

 Rote Blutkörperchen mit blau gefärbten BabesienRote Blutkörperchen mit blau gefärbten Babesien (Quelle: IDEXX Vet. med. Labor)

Werden die ersten Krankheitszeichen beim Hund übersehen, kann die Krankheit sehr schnell tödlich enden, erfolgt die Therapie jedoch frühzeitig, so ist die Behandlung in den meisten Fällen einfach. Daher ist es von größter Bedeutung, dass Hundebesitzer über die ersten Anzeichen einer Babesiose Bescheid wissen. Die Inkubationszeit, die Zeit zwischen Infektion und Auftreten von Symptomen kann zwischen 3 Tagen und mehreren Wochen liegen. Erste Symptome sind Abgeschlagenheit, Fressunlust, Fieber, blasse Schleimhäute und der typisch dunkel gefärbte Harn.

Maul mit blasser Schleimhaut Maul mit blasser Schleimhaut

Der Tierarzt wird anhand der typischen Symptome Blut zur weiteren Untersuchung abnehmen, ein Blutbild anfertigen, das über das Ausmaß der Zerstörung der Blutkörperchen Aussage gibt, sowie einen Nachweis der Erreger mittels Blutausstrich, Antikörpernachweis oder genetischer Verfahren (PCR) veranlassen. Im Frühstadium der Erkrankung genügt eine zweimalige Injektion im Abstand von 14 Tagen mit dem Medikament Imidocarb (Imizol®), das in Österreich zwar nicht zugelassen ist, über einen Sonderimport jedoch jedem Tierarzt zugänglich ist. Sind die Symptome weiter fortgeschritten, ist oft eine intensive Therapie mit Bluttransfusion die einzige Möglichkeit das Tier zu retten. Nach überstandener Krankheit muss eine Blutprobe bestätigen, dass sich keine Erreger im Blut befinden.

Vorbeugend spielt die Zeckenprophylaxe eine entscheidende Rolle, zahlreiche Spot on Präparate schützen zwar nicht hundertprozentig, reduzieren den Zeckenbefall aber wesentlich. Zusätzlich sollte ihr Hund täglich nach Zecken abgesucht und diese sofort entfernt werden, da Babesien  erst  2-3 Tage nach dem Befall von den Zecken auf den Hund übertragen werden.

Ähnliches gilt für andere durch Zecken übertragbare Krankheiten wie die Borreliose. Die Firma Intervet bietet den Impfstoff „Nobivac Piro®“ zur Prophylaxe der Babesiose an. Ein Impfintervall von 6 Monaten und die Tatsache, dass der Impfstoff nicht gegen alle Arten von Babesien schützt, sind als Nachteile anzuführen.

In der tierärztlichen Praxis nimmt die Anzahl der Patienten  mit „Zeckenkrankheiten“ stark zu. Neben der beschriebenen Babesiose erkranken Hunde an Borreliose, Anaplasmose und Ehrlichiose. Achten sie daher im Sinne ihres Hundes auf eine lückenlose Zeckenprophylaxe.